Heilpraktiker Praxis für Klassische Homöopathie Hamburg Philip Witt

 

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Dr. med. Constantin Hering :

Wer war Constantin Hering?

Constantin Hering war ein deutscher Arzt und Homöopath, der als Begründer der Homöopathie in Amerika gilt.

Constantin Hering wurde am 1. Januar 1800 in Ostschatz, Kurfürstentum Sachsen geboren und starb im Alter von 80 Jahren, am 23. Juli 1880 in Philadelphia, USA.

Als Student erhielt Hering den Auftrag eine Abhandlung über den "Irrweg" der Homöopathie zu verfassen. Hering setzte sich zwei Jahre intensiv mit der Materie auseinander, prüfte selbst homöopathische Arzneien und wurde schließlich vom entschlossenen Gegener zum enthusiastischen Verfechter der Homöopathie.

Ein entscheidendes Erlebnis war wohl neben seinen Arzneimittelselbstversuchen eine lebensgefährliche Infektion, die er sich während seiner Studienzeit bei der Autopsie eines Selbstmordopfers zuzog und welche er durch, wie er schreibt, "einige Tropfen Arsenicum album" (= ein homöopathisches Arzneimittel) – „in lächerlich kleinen Dosierungen“, überstand. Darüberhinaus blieb ihm dadurch die Amputation eines Fingers erspart.

Hering promovierte 1826 in Würzburg mit einer Arbeit über die Homöopathie, die den Titel trägt: "De Medicina futura" (Die Medizin der Zukunft)

Constantin Hering begann nach seinem Studium zu reisen und schloss sich einer Expedition nach Südamerika an. Im südamerikanischen Suriname hielt sich Hering von 1827 bis 1833 auf. Dort war er Leibarzt des Gouverneurs, betreute eine Leprakolonie und ein Hospital. Außerdem führte Constantin Hering in dieser Zeit einige Arzneimittelprüfungen durch. Darunter auch eine Prüfung des Giftes der Buschmeisterschlange (Lachesis muta). Das nach homöopathischen Kriterien aufgearbeitete Arzneimittel Lachesis muta ist seither eine sehr wichtige und oft verschriebene Arznei. Herings Enthusiasmus und Experementierfreude führten leider auch dazu, das er sich beim Experementieren mit Schlangengift eine Lähmung des rechten Armes zuzog, die er Zeit seines Lebens behielt.

1833 ließ er sich nach einem kurzen Aufenthalt in der Heimat in Philadelphia nieder. Für seine zurückgelassenen Patienten veröffentlichte er 1835 das Werk: „Der homöopathische Hausarzt“. Dies ist eine Anleitung zur homöopathischen Therapie mit Therapeutischem Leitfaden zur Selbstmedikation.

Neben seiner homöopathischen Praxis in Philadelphia errichtete Constantin Hering mit einer kleinen Gruppe deutschsprachiger homöopathischer Ärzte die erste homöopathische Hochschule der USA: Die Akademie (North America Academy for Homoeopathic Healing) in Allentown bei Philadelphia. Diese Einrichtung gab es bis 1842. 1848 gründete er das Hahnemann Medical College in Philadelphia, an dem er bis 1869 Professor der Arzneimittellehre war. Angegliedert war ein homöopathisches Hospital. Mit diesem Institut trug Hering sehr viel zur Ausbreitung der Homöopathie in Nordamerika bei.

Neben diesen Tätigkeiten schrieb Hering weiter an seinen Veröffentlichungen. In dieser Zeit entstanden seine „Guiding Symptoms of our Materia Medica“, das noch heute als zehnbändiges Werk geschätzt wird.

Veröffentlichungen von Constantin Hering:

  • The Homoeopathist or Domestic Physician, Allentown 1835
  • Materia Medica with a pathological Index, New York 1873
  • Analytical Therapeutics, New York 1875
  • Condensed Materia Medica, New York 1877
  • The Guiding Symptoms of Our Materia Medica, 1879 - 1891
  • Homöopathischer Hausarzt ISBN 3-933581-09-5
  • Gesammelte medizinische Schriften in drei Bänden. Hrsg. von K.-H. Gypser. Göttingen 1988

Literatur über Constantin Hering:

  • Hering: Die milde Macht ist groß, 312 S. geb.
  • Schüppel, R.: Constantin Hering (1800-1880): Ein Akademiker gründet Institutionen. In: Homöopathie. Hrsg. von Martin Dinges. Heidelberg, Haug 1996
  • Cleave, E.: Cleave´s biographical cyclopaedia of Pennsylvania. 1874
  • Little, D.: Hering, Idem and Homoeopathy. 1998

 

 

 

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