Über Massimo Mangialavori und seinen Beitrag zur Homöopathie:
Der italienische Arzt und Homöopath Massimo Mangialavori wurde 1958 in Neapel geboren. Nach dem Abschluss seines Medizinstudiums 1984 bildete er sich weiter als Ernährungswissenschaftler und machte in dem Bereich 1987 sein Diplom. Von Anbeginn seiner Studienzeit beschäftigte sich Massimo Mangialavori eingehend mit medizinischer Anthropologie und interessierte sich insbesondere für traditionelle Formen der Medizin.
Massimo Mangialavori kommt zur klassischen Homöopathie:
Im Zuge dessen geriet er an die Klassische Homöopathie, welche er seit 1985 praktiziert. In der Anfangszeit war er trotz intensiver Weiterbildung etwas unzufrieden mit dieser Heilmethode, bis er eines Tages Dr. Giovanni Marotta begegnete, einem homöopathischen Arzt mit Praxis in Rom. Durch den kollegialen Austausch mit Dr. Giovanni Marotta gewann er seinen Enthusiasmus wieder zurück und er entwickelte eine eigene Methode des Studiums und der Anwendung der Homöopathie.
Massimo Mangialavori gibt sein Wissen weiter:
1991 folgte er einer Einladung des berliner Kollegen Dr. Hans Zwemke und wenig später der Einladung durch die Holländische Homöopathie Gesellschaft (Dutch Homeopathic Society) und konnte so seine Ideen und Erfahrungen auf Seminaren größeren Fachkreisen präsentieren. Seitdem hält Massimo Mangialavori neben seiner Praxistätigkeit viele Vorträge und Seminare in unterschiedlichen Ländern dieser Welt.
Massimo Mangialavori setzt sich für internationalen Austausch ein:
1993 begründete er die "Association for Homoeopathic Research and Study - Ulmus", eine Organisation, die sich aktiv für die Verbreitung der homöopathischen Lehre und für die Homöopathieforschung einsetzt.
Einige Jahre war Massimo Mangialavori Vorstandsmitglied des italienischen Verbands homöopathischer Ärzte (F.I.M.O.) wo er u.a.für die Organisation homöopathischer Weiterbildung und die Verbindungen zu anderen europäischen Homöopathie Institutionen zuständig war.
1996 beteiligte er sich am Projekt "DELPHI", einem Webforum, das dem internationalen Austausch von Homöopathen dient.
1998 und 2003 war er Referent auf den internationalen Homöopathie Kongressen der Liga Medicorum Homeopathica Internationalis.
Massimo Mangialavoris Methode:
Im Vordergrund von Manngialavoris Methode des Arzneimittelstudiums und der Ausübung der Homöopathie steht die "induktive Erfahrung", das heißt er orientiert sich nach eigener Aussage weniger an den Repertorien und Arzneimittellehren sondern vorrangig an geheilten Fällen.
Seine Kriterien für geheilte Fälle sind
sehr hoch und beinhalten eine Beobachzungszeit von zwei Jahren, in denen das verordnete Mittel alle
chronischen und akuten Beschwerden des Patienten abgedeckt haben muss.
Durch das Vergleichen geheilter Fälle mit dem Wissen von Arzneimitteln, welches durch die Arzneimittellehren zur Verfügung steht, arbeitet Mangialavori die wesentlichen Themen der
homöopathischen Arzneien heraus. Diese wesentlichen Themen zieht er dann für differentialdiagnostische Überlegungen heran. Die
Sammlung der wesentlichen Themen ermöglicht es Mangialavori auch damit zu beginnen, Arzneimittel die
einander ähnlich sind, in Familien zu gliedern und für die Gruppenanalyse zu nutzen.
Mangialavoris Ansatz ist dadurch
gekennzeichnet, dass Arzneimittelgruppen nach den allgemeinen Themen, die sie homöopathisch
charakterisieren, bestimmt werden sollen. Für ihn gibt es nicht notwendigerweise eine
Verbindung zwischen den Gruppen der Chemie, Botanik, Zoologie, etc.. Zwar korrespondieren seine Erkenntnisse häufig mit den Aussagen dieser Disziplinen, er erschafft aber auch eigene Zuordnungen von Arzneimittelgruppen um das Arzneimittelstudium und die Differenzialdiagnose zu erleichtern, dabei können pflanzliche, tierische und mineralische Arzneien durchaus einmal in einer gemeinsamen Gruppe auftauchen um ihre Gemeinsamkeiten zu verdeutlichen.
Mangialavoris Ziel ist und war es immer, nicht in sogenannte große (Polychreste) und kleine Arzneimittel (Oligochreste) zu unterteilen, sondern eine Herangehensweise zu finden, die es ermöglicht die weniger bekannten Arzneimittel der Materia Medica und Repertorien ebenfalls mit großer Sicherheit zu erkennen und zu verschreiben.
Seine Methodik präsentiert Massimo Mangialavori in verschiedenen Büchern:
Literatur von und zu Massimo Mangialavori:
- Massimo Magialavori: Klassische Homöopathie / Übers. u. Bearb. Greta Hieronymus-Faust. Hrsg.: Jürgen Faust.
Höhr-Grenzhausen : Faust.
1.. Methodik und Arzneimittellehre Bd. 1 -. 2000. - 439 S.
2.. Methodik und Arzneimittellehre Bd. 2 -. 2003. - 318 S
- Massimo Mangialavori: Von der Tarantel gebissen - Erfahrungen mit Arzneien aus Spinnentieren in der
homöopathischen Medizin / Massimo Mangialavori, Hans Zwemke.
Augsburg : Faust Verlag, 2005. - 343 S.
- Massimo Mangialvori: Praxis Band 1 - Theorie - Der tiefere Zusammenhang der Symptome / Massimo Mangialavori.
Kandern : Narayana Verlag, 2007. - 182 S.
- Massimo Mangialavori: Praxis Band 2 - Arzneimittellehre : Familie der Drogen / Massimo Mangialavori, Giovanni Marotta.
Kandern : Narayana Verlag, 2007. - 322 S.
- Massimo Mangialavori: Die Meeresmittel : Leben in Sicherheit / Massimo Mangialavori; Jochen Lehner [Übers.]. -
Kandern : Narayana Verlag, 2007. - 280 S.
- Massimo Mangialavori: Solanaceae -Alptraum zwischen Licht und Schatten / Massimo Mangialavori; Betty Wood [Hrsg.]; Petra Brockmann [Übers.]. -
Kandern : Narayana Verlag, 2007. - 399 S. + Fotos
- Massimo Mangialavori: Cactaceae in der Homöopathie / Massimo Mangialavori.
Kandern : Narayana Verlag, 2007. - 184 S.
- Massimo Mangialavori: Die Säuren in der Homöopathie
Kandern : Narayana Verlag, 2007. - 296 S.
Links zu und über Massimo Mangialavori:
- Umlernen mit Massimo Mangialavori - Ein Rückblick auf ein Seminar mit M. Mangialavori
- Webseite von Massimo Mangialavori - (auf Englisch)
© 2007
Heilpraktiker Philip Witt
Praxis für Klassische Homöopathie
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