Was versteht man unter homöopathischer Potenzierung?
Den Prozess, bei dem gleichzeitig Materie reduziert und kinetische Energie hinzugefügt wird, nennt man in der Homöopathie Potenzierung oder Dynamisation.
Es ist ein Verfahren zur Herstellung homöopathischer Arzneimittel. Die genauen Vorschriften sind heutzutage im Deutschen Homöopathischen Arzneibuch gesetzlich festgehalten. Allerdings wird im Deutschen Homöopathischen Arzneibuch die Bezeichnung Verdünnung anstatt von Potenzierung gebraucht, obwohl Potenzierung der ursprüngliche und treffendere Ausdruck ist.
Die Potenzierung entstand, weil Samuel Hahnemann feststellte, das Arzneimittel, die nach dem Ähnlichkeitsprinzip verschrieben werden eine tiefgreifendere, langanhaltendere und sanftere Wirkung haben, wenn sie potenziert wurden.
Entscheidend bei dem Verfahren der Potenzierung ist, dass ein Arzneimittel nicht nur stufenweise in dem vorgeschriebenem Verhältnis verdünnt wird, sondern das es zusätzlich auch die festgelegte kinetische Energie erhält. Dies geschieht entweder durch eine genau vorgeschriebene Anzahl von Schüttelschlägen, wenn es sich um Dilutionen (alkoholische Lösungen) handelt, oder durch eine genau festgelegte Art der Verreibung wenn Triturationen (mit Milchzucker verriebener Ausgangsstoff) potenziert werden.
Je nach Art der Potenzierung unterscheiden sich: C-Potenzen, D-Potenzen, Q-Potenzen und Korsakof-Potenzen.
© 2007
Heilpraktiker Philip Witt
Praxis für Klassische Homöopathie
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